Atletico Erlangen - Hellenic Erlangen 3:3

Das erste Unentschieden der Saison

Im Topspiel der B-Klasse 1 ging es hoch her. Beide Mannschaften präsentierten sich spielfreudig, die wenigen Zuschauer sahen eine schnelle Partie auf hohem Niveau. Speziell im zweiten Durchgang wurde es turbulent. Neben einem Last-Minute-Elfmeter und insgesamt drei Treffern setzte es zwei Platzverweise wegen Meckerns.

Die Premierensaison der Hausherren begann scheinbar perfekt. Neun Punkte aus drei Spielen bescherte Atletico Erlangen den
zweiten Platz der B-Klasse 1, doch hinter den Kulissen war nicht alles Gold, was glänzte. Nach internen Differenzen trennten
sich die Erlanger von Günes Bilgen, ein Paukenschlag in der noch jungen Saison. Für ihn stand gegen Hellenic SC Yildirim
Güzel an der Seitenlinie, laut eigener Aussage nur als Übergangslösung. Die Gäste bestritten ihrerseits bislang eine Partie.
Gegen den aktuellen Tabellenführer ASV Niederndorf 2 unterlagen die Griechen knapp, im zweiten Spiel sollte der erste Dreier
folgen. Trainer Michael Halbgenauer war optimistisch, musste trotz einiger Rückkehrer aber auf acht Spieler verzichten, die
urlaubs- und verletzungsbedingt fehlten.
In den ersten Minuten drückte Atletico aufs Gaspedal. Speziell der aktive Piero Rivas Gizzarelli machte, nicht nur wegen 
seiner pink-schimmernden Fußballschuhe, auf sich aufmerksam. Doch die ersten Versuche des Angreifers landeten in den Armen
von Hellenic Torwart Ilias Rantzoglu (4./6.). In der Folge kamen die Gäste durch Florian Kraus zu einer ersten Torannäherung
(11.), ehe es das erste Mal klingelte. Patrick Hinz setzte sich auf Links durch und passte nach innen, wo Bernd Geinzer ans
Leder kam. Wuchtig behauptete sich der Mittelstürmer gegen seine Bewacher und traf flach ins Eck (14.). Nun waren die Gäste
besser in der Partie und fünf Minuten später hatte Christian Kattan das 0:2 auf dem Fuß, als er einen schönen Flugball von
Matthias Kaminski ans Außennetz setzte (19.). In dieser Phase sahen die Zuschauer ein interessantes und temporeiches Spiel.
Beide Seiten präsentierten sich technisch versiert, so dass die meisten Situationen spielerisch gelöst wurden.
Unkontrollierte lange Bälle waren selten. Das 0:2 ging auf das Konto von Christian Kattan. Nach Flanke von Andreas Gauglitz
donnerte er das Leder hart, aber etwas unplatziert in die Maschen (29.). Doch die Antwort der Hausherren folgte auf dem Fuß.
Piero Rivas Giazzarelli schoss an die Latte, den Abpraller verwertete David Panduro Vela eiskalt (31.). Bis zum Pausenpfiff
drängte Atletico auf den Ausgleich, Hellenic stand tief und verteidigte sicher.
Nach dem Wechsel ging es Schlag auf Schlag. Zunächst bewies David Panduro Vela seine Torjägerqualitäten, als er nach 
Gizzarellis Schuss erneut richtig stand und zum 2:2-Ausgleich traf (49.). Doch im direkten Gegenzug jubelten die Gäste.
Andreas Gauglitz zog einen Eckball auf den zweiten Pfosten, Torwart und Verteidiger unterschätzten die Flanke, so dass
Patrick Hinz freistehend nur noch einschieben brauchte (51.). Im weiteren Verlauf zog sich Hellenic merklich zurück und
besann sich auf die Abwehrarbeit, Atletico drängte, ohne zu klaren Chancen zu kommen. Das Spiel lebte von der Spannung, ehe
Schiedsrichter Göbel in Erscheinung trat. Als sich ein Betreuer der Gäste etwas zu vehement beschwert hatte, ließ er das
Spielgeschehen ruhen und rannte gen Hellenic-Bank. Dort angekommen folgte eine lautstarke Belehrung für den Hellenen, die
schließlich in einem Feldverweis resultierte (63.). Das gleiche Schicksal ereilte wenig später auch Christian Kattan. Nach
einem Disput mit dem Referee bereits vorbelastet, wurde er von seinem Gegenspieler hart, aber wohl fair vom Ball getrennt,
woraufhin ihm der Ausruf „Schiri“ entglitt. Gelb-Rot war die Folge (70.). Eine harte Entscheidung des Unparteiischen. In
Überzahl erhöhte Atletico die Schlagzahl und hatte Pech. Sowohl Panduro Vela, als auch Nour Knafny scheiterten mit ihren
Versuchen am Aluminium (74./76.). Auf der Gegenseite verfehlte Geinzers Heber sein Ziel knapp (78.). Ein weiteres Tor lag in
der Luft, zunächst folgte allerdings der zweite Feldverweis. David Panduro Vela richtete einige spanische Worte an den
Referee, was ihm ebenfalls die Ampelkarte einbrachte (80.). So ging das umkämpfte, aber zu keiner Zeit unfaire Spiel mit
10 gegen 10 in die Schlussphase und kurz vor dem Ende wurde eifrig diskutiert. An der Strafraumkante bekam Atletico einen
Freistoß zugesprochen. Zwar blieb Gizzarellis Versuch in der Mauer hängen, Knafy schaltete jedoch schnell und ging zum Ball.
Gauglitz hatte den Braten gerochen, grätschte dazwischen und spielte Ball und Gegner. Norbert Göbel sah ein Foul des
deutschen Hellenen und zeigte zum Unmut der Gäste auf den Punkt. Piero Rivas Gizzarelli interessierten die Diskussionen und
Proteste wenig, er traf zum 3:3-Endstand (90.).

Artikel von Matthias Hofmann / anpfiff.info
Atletico Erlangen bedankt sich für die profesionelle Berichterstattung und die Fotos.
Viele weitere, interessante Infos (z.B. Kommentare der Spieler und Trainer, Spielerbenotungen, Schiedsrichterbewertung) finden Sie auf www.anpfiff.info !

 
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